Reisebericht New York

Reisebericht New York

New York, New York….I want to be a part of it….

New York City ist atemberaubend, schrill, grell, laut, überfüllt und vor allem, inspirierend! Man kann Manhattan nicht beschreiben, man muss es erleben….

In der Weihnachtszeit bereits musikalisch eingestimmt mit Frank Sinatra, Dean Martin, Bing Crosby auf Big Apple, New York, New York, the city, that never sleeps, stehe ich nun vor dem glitzernden, glänzenden, weltberühmten Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center mit der Eislaufbahn – einer meiner Träume geht hier in Erfüllung und im Nu spielen sich die amerikanischen Filme und Weihnachtsgeschichten vor meinem Auge ab.  Einfach märchenhaft, diesen  typisch amerikanisch kitschigen Weihnachtsglamour hier nun in allen Facetten live zu sehen. Meine Tochter hingegen zieht es eher nebenan zu Tiffany’s – sie meint, der Glitzer hier würde ihr ebenso gefallen. Ich war noch niemals in New York, also möchte ich am Silvesterabend beim Times Square mal vorbeischauen. Leider hat die „police“ alles hermetisch abgeriegelt, hier kommt nur rein, wer  „tickets for the ball drop“ hat.

HAPPY NEW YEAR startet für uns bei George’s – einer typisch amerikanischen Bar mit mindestens fünf Fernsehern – so werden wir während des Frühstücks über den aktuellen Stand von „Shutdown“ informiert. Die French Toasts, die Waffles und der Coffee sind super lecker. Gleich um die Ecke legt die Staten Island Ferry ab – grandiose erste Ausblicke auf die Skyline von Manhattan und Lady Liberty vom Hudson aus lassen unsere Herzen am Neujahrsmorgen höher schlagen. Wir erkennen die Wolkenkratzer, vor denen wir am Abend zuvor sprachlos mit offenem Mund standen. Angekommen auf Staten Island fragen wir einen Einheimischen, was er uns empfiehlt, anzuschauen: „ have a coffee and go back to Manhatten“  – ok, die Fähren gehen halbstündlich, also fahren wir zurück und nähern uns der Brooklyn Bridge, denn die „Sehnsuchtsbrücke“ steht auf unserer Top 10 Liste ganz oben – einfach herrlich das Schlendern über diese historische Hängebrücke über dem East River, die Manhattan mit Brooklyn verbindet. Bei 50 Grad (Fahrenheit ;-)) und Sonnenschein genießen wir weitere faszinierende Blicke auf Manhattan, Hudson und Co. – wir können gar nicht genug davon bekommen.

Nun führt unser Weg zum Memorial 9/11 – wir halten inne – nach so viel Schönem, jetzt die Erinnerung an den schrecklichen 9.11.2001. Im Museum berührt uns die „Treppe der Überlebenden“, 38 Stufen, die über Leben und Tod entschieden haben. Einige konnten sich hier retten. Das neu erbaute One World Center trägt den Namen des ehemaligen Nordturms der Zwillingstürme, es ist das höchste Gebäude von New York und der USA. Die Stadt hat ein neues Wahrzeichen, das weit über die ohnehin beeindruckende Hochhaus-Silhouette der Metropole hinausragt. Die symbolische Bedeutung des Wolkenkratzers ist offensichtlich. New York, nein Amerika will mit dem Gebäude zeigen, dass es sich nicht unterkriegen lässt. Ein guter Gedanke – wir werfen nochmals einen Blick auf den Birnbaum, der überlebt hat, als weiteres Zeichen der Hoffnung.

Mit der subway sind wir vom Financial District Downtown in 20 Minuten am Times Square, 42. Street – hier tobt das Leben! Ob morgens, mittags, abends, hier ist es immer gleich hell und grell und schrill und laut und was weiß ich noch. Die Leute sind crazy – bieten alles, alles, alles feil: „today white people discount“, die New Yorker haben einen speziellen Humor. Hier weiß kein Mensch, wohin er zuerst gucken soll, welche Werbung ist die beste, welches Musical muss ich sehen, welchem verrückten Straßenkünstler schaue ich zu – Reizüberflutung pur. Wir selektieren: Jetzt erst mal aufs Empire. Eins haben wir hier in Big Apple gelernt – ANSTEHEN – also erstmal Anstehen, um anzustehen, man hat das Gefühl, man steht mehrmals an. Zuerst um die Tickets einzutauschen, Schlange zur Sicherheitskontrolle, Schlange zur Passkontrolle und schließlich die Schlange, um in den Aufzug zu kommen. Aber danach werden wir belohnt – gigantische Ausblicke eröffnen sich von hier oben und der Trubel der Stadt versinkt in ein – ach guck mal da, der Times Square und dort der Central Park, Rockefeller Center, Hudson, East River, und jeder ist ganz stolz, wieder etwas Neues entdeckt zu haben, mich erinnert das irgendwie an die Wimmelbilderbücher von Ali Mitgutsch. Das hier ist alles LIVE! Ein weiterer kleiner Traum von uns war ein Martini in einer Rooftop Bar, leider (meine Tochter ist 20) no chance under 21 – also gibt’s den Martini in einer Parterre-Bar, cheers. Gut, dann unser nächstes Highlight: Top of the Rock bei Nacht! Must be – wirklich ein lohnender Ausblick – die beleuchteten Wolkenkratzer bei Nacht, der Hudson, der East River, man kann sich nicht satt sehen. Frank Sinatra und ich träumen….Apropos Träumen: Wer träumt nicht davon, wenn er schon „part of it“ ist, auch ein Broadway Musical zu besuchen. Für mich war die Auswahl aus den zahlreichen Angeboten klar: Ich muss das älteste am Broadway aufgeführte Musical aus den 20ern sehen. Soviel kann ich verraten: es ist mehr als „all that Jazz“!

Zum Abschluss unserer Reise wollen wir noch nach Harlem, mit der subway gut zu erreichen. Unser einheimischer Guide erzählt uns ein bisschen über die Geschichte Harlems, über holländische Pioniere, die hier im 16. Jhd. die erste europäische Siedlung bildeten. Als Hauptzentrum der afroamerikanischen Kultur in USA wollen wir am heutigen Sonntag natürlich auch am Gospelgottesdienst teilnehmen – ein unvergessliches Erlebnis! In einer trendigen Bar gibt’s noch Falafel mit Couscous und dann muss die Feuertreppe, die man hier an fast jeder Gebäudefassade sieht, aufs Bild – „Pretty Woman“ gibt’s also nicht nur in Beverly Hills. Noch einmal zurück in the city, that doesn’t sleep – GOOD BYE NEW YORK, we will come back soooooon.

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